Die November/Dezember Ausgabe ist da!

…und wieder mit top-Beiträgen, die dich gerade jetzt, in der (fast) flugfreien Zeit, von der Faszination Segelflug träumen lassen.

Zum Beispiel mit diesem Bericht:

Wellefliegen Teil 2: Der Einstieg

Im vorangegangenen Heft wurden die theoretischen Grundlagen bereits ausführlich erläutert. Weshalb wir uns nun in diesem Artikel mit dem flugpraktischen Teil befassen, um ohne Motorkraft effizient und kostengünstig in die Welle einzusteigen. Schritt für Schritt wird im Detail erklärt, wie nacheinander vorzugehen ist. Ebenso wird kurz auf den Eintritt in die Blauwelle eingegangen. Die 5 Grundregeln am Schluss machen klar, welche häufigen Fehler zu vermeiden sind, damit der erste Versuch zum Erfolg führt.

Die wohl einfachste aber auch teuerste Einstiegsmöglichkeit ist das direkte Schleppen in die Welle. Sie hat jedoch einen gravierenden Nachteil – der Pilot sammelt keinerlei Erfahrung zum selbstständigen Auf- und Einstieg in die Welle. Dieses Wissen ist jedoch bei einem Streckenflug unverzichtbar, denn ein Herausfallen aus der Welle kann nicht immer vermieden werden. Je öfter der Pilot nun zuvor den Wiedereinstieg im sicheren Gleitbereich zum Heimatflugplatz geübt hat, desto einfacher und schneller wird er wieder in der laminaren Strömung sein und den Flug fortsetzen können. Zum einfacheren Verständnis ist der gesamte Einstieg in vier Abschnitte aufgeteilt. In Realität ist der Übergang allerdings fließend.

Schritt 1: Höhengewinn in der turbulenten Luftschicht unterhalb der Welle

Um unnötige Kosten für lange F-Schlepps zu vermeiden, gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten in der turbulenten Luftschicht als Segelflieger Höhe zu gewinnen. Allgemein gilt immer, dass die Welle die darunterliegende Luftschicht beeinflusst. Gutes Steigen tritt also nur dort auf, wo die darüber stehende Welle ebenfalls steigt.

Hangaufwind

Für die ersten beiden Optionen wird zunächst der Hangaufwind genutzt. Um nun zuverlässiges Steigen am Hang zu finden, ist es entscheidend, dass die Welle in Phase mit der Luv-Seite des Berges ist. Die Rotor-Cumulis sollten etwas vor oder über dem Berg stehen. Wird die Welle nicht durch Wolken markiert, muss der Hang “erfühlt” werden. Idealerweise trägt der gesamte Hang zuverlässig. Ebenso sollte die Luft eher ruhig sein. Ist im Gegensatz dazu der Hangflug äußerst turbulent und wechseln sich Steigen und Sinken ab, dann fällt vermutlich die Welle auf den Hang. Obwohl der Wind in Bodennähe aus der richtigen Richtung und mit ausreichender Stärke bläst, ist keinerlei zuverlässiges Steigen zu finden. Dies lässt sich damit begründen, dass die auf den Berg fallende Welle die Luft am Hang nur aufwirbelt und damit den Hangaufwind zerstört. Weshalb selbst der Höhengewinn bestenfalls mau ausfällt. Wer sich in einer solchen Situation befindet, sollte größte Vorsicht walten lassen. Es ist es ratsam diesen Hang zu verlassen und sich anderswo auf Aufwindsuche zu begeben.

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