Late Night Soaring

Late Night Soaring kehrt wieder nach Deutschland zurück. Nach Namibia und Nevada geht es am heutigen Donnerstag, den 26.01. zum Hangfliegen an die Porta, das Wiehen- und Wesergebirge und den Ith. Nicht selten werden dort die Ligaflüge der siegreichen Teams mit unglaublichen Schnitten geflogen, das Ganze oft nur wenige Meter über Grund. Was das Geheimnis des Ganzen ist und wie es funktioniert bespricht das Late Night Soaring Team gemeinsam mit den beiden Hangflug Spezialisten Jan Knischewski und Lukas Brune. Die Live Zuschauer können wie immer auch wieder Fragen in den Chat stellen. https://www.youtube.com/watch?v=fQRWqAUeLYI

Late Night Soaring around the world

…geht in die nächste Runde. Nach den beiden Afrika Folgen über Worcester und Namibia und der ersten offiziell „Late Night Soaring around the world“ Folge über Colorado, geht es diesmal in die Sierra Nevada in den Westen der USA. Die Gegend, die nach Namibia anzahlmäßig im Ranking der Flüge über 1000 km weltweit an zweiter Stelle und im Ranking der schnellsten Ligaschnitte noch vor Argentinien ganz vorne in den Listen steht. Mit niemandem geringeren als Jim Payne wird das Late Night Soaring Team am kommenden Donnerstag, 12.01. sprechen. Er hat dort mit 2907 km nicht nur den zweitweitesten Segelflug der Geschichte geflogen, sondern hat mit 14 Flügen mit mehr als 2000km und sage und schreibe 44 Flügen jenseits der 1500er-Marke absolviert. Er hält mit 255 km/h(!!!) auch den aktuellen Weltrekord über die 1000-km-Zielrückkerstrecke und ist zweifelsfrei einer der besten Streckenflugpiloten der Welt. Selbstverständlich wird in dieser Folge auch der Nixus, mit dem Jim auch schon einen Flug über 2500 km absolviert hat, sowie das Perlan Project seinen Platz finden. Jim hat sich trotz der Zeitverschiebung von acht Stunden bereit erklärt die Folge live zu machen, also, wer Fragen an ihn hat, sollte unbedingt live einschalten, wenn es heißt: „Es ist Donnerstag 20 Uhr, 30 Minuten und x Sekunden…

AUSTRALIAN SAILPLANE GRAND PRIX GAWLER

Adelaide Soaring Club in Gawler is hosting the Australian round of the World Sailplane Grand Prix from 2 – 8 January 2023.

The seven days of competition, with exciting match races each day, will finish on 

SUNDAY 8 JANUARY at Gawler Airport.

Photo opportunities – Interview the pilots – Spectacular video opportunity

Sailplane Grand Prix heats are taking place throughout the year at major gliding centres around the world. The World Champions will then bedecided in a grand finale. The Australian pilots are now competing for their place in the final.

A Sailplane Grand Prix is a race around a circuit, grand prix style. The winner is the first glider across the finish line.

“Some of the best pilots from Australia and around the world will be testing themselves against each other and the Gawler conditions in intense competition,” said Championship Director Mandy Temple. “We are proud to stage the event at what is arguably the home of the Sailplane Grand Prix, Gawler Airport.

Die beste Lektüre über die Feiertage:

Segelfliegen Magazin Ausgabe Januar/Februar 2023

Das neue Jahr startet mit tollen Beiträgen: Unsere neue Serie erläutert Schritt für Schritt das sichere Fliegen in den Alpen, den Anfang macht die Vorbereitung. Flug-Spaß mal zwei bietet einmal der Erfahrungsbericht mit dem HPH Twin Shark und ein Wandersegelflug der Extra Klasse in sieben Tagen mit drei Duos durch fünf Länder. Damit der Spaß auch ungetrübt bleibt, haben wir Tipps für den Kampf gegen Mücken und Lehrreiches zum Verständnis von Cumuluswolken. Und wer jetzt im Winter ein spannendes Fluggebiet sucht: das mittlere Rheintal bietet mit seiner Ostwelle viel Potenzial. Das bot auch das WaveCamp in Tschechien, schon die traumhaften optischen Eindrücke hatten etwas Magisches. Über all dem muss aber immer die Sicherheit an erster Stelle stehen, deshalb werfen wir einen Blick in die neue „Rahmenkonzeption des Strecken-Segelflugs des DAeC“ und stellen Ihnen ein ebenfalls neues Handbuch für Segelfluglehrer vor, die für ihre Aufgabe mehr als nur Fachkompetenz mitbringen müssen. Ein Highlight für unsere Historiker ist dann sicher der Rückblick auf Rekorde von 1891 bis 1952. Und zum Schluss dürfen Sie nochmal in bisschen träumen von den Motiven hinter der Lust am Fliegen und dem Gebrauch der Freiheit.

Wir wünschen allen unseren Leser ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2023 mit wunderschönen Flügen und genauso vielen sicheren „Happy Landings“!

  

Obwohl wir Zugang zu genug Turbo-Varianten und sogar einigen Arcus M gehabt hätten, wollten wir dennoch mit Absicht dieses Abenteuer ohne Motorhilfe angehen. Weitere Telefonate wurden geführt und bereits im Januar standen das Team, Termin und die Flugzeuge fest. Ein Duo vom LSR Aalen und zwei Duos vom Verein für Streckensegelflug Baden-Württemberg wurden eingeplant. Per Zoom-Meeting wurden Details besprochen.
Am Freitag, den 15.07.22, der Nachmittag vor dem Start, kommt es zum ersten analogen Zusammentreffen des kompletten Teams auf dem Flugplatz. Die Fluggeräte werden vorbereitet, Sauerstoff wird in alle eingebaut in der Hoffnung, ihn auch benutzen zu müssen, der begleitende Hänger ausgestattet (er muss für beide Versionen des Duos geeignet sein), und vor allem muss das Gepäck verstaut werden. Zur Sicherheit, „nur für den Notfall“, waren alle Mitreisenden angewiesen, auch Isomatte oder Luftmatratze sowie einen Schlafsack mitzunehmen. Nächtigen wollte man allerdings in Hotelzimmern, aus dem Jugendalter waren die meisten doch hinaus. Es sollte anders kommen 
3-2-1 Lift-Off
Samstag, 16.07. Liftoff. Historisches Datum, im Prinzip nur mit der Mondlandung vergleichbar. Trotz widriger Vorhersage machen wir uns auf den Weg Richtung Südwesten. Zumindest in den Jura wollen wir kommen. Die üblichen Wetterdienste machen uns keine großen Hoffnungen, aber zumindest etwas in die Richtung Südfrankreich sollte machbar sein. Hier zeigt sich eine Facette des Wandersegelfluges: Man plant nicht die Maximalstrecke des Tages (sonst hätten wir nach Osten gemusst), sondern versucht, den bestmöglichsten Landeplatz für den Weiterflug am Nachmittag zu erreichen.
Gegen 11:30 Uhr sind auch alle Duos in der Luft, der Besenwagen rollt bereits seit einer Stunde gen Südwesten, wir kreisen in ungefähr derselben Höhe und das Abenteuer beginnt. Wie auch die Vorhersagen prognostizierten, geht die schwäbische Alb im Blauen zumindest zuverlässig. Ohne Tiefpunkte klappt auch der Einstieg in den Schwarzwald problemlos. Und hier quellen wie vorhergesagt endlich auch Wolken. 
So passieren wir bereits um 14:30 Uhr den Hotzenwald und verlassen Deutschland. Aber der Jura ist schon wieder blau; dennoch kommen wir zu Beginn langsam, allerdings tief und entsprechend vorsichtig weiter. Einen Vorteil hat das Wetter: Zumindest in dieser Höhe stören uns die Basel-Tango-Sektoren nicht wirklich. Am markanten Chasseral mit seinem Sendemast scheinen die Bedingungen nun besser zu werden. Die Uhr zeigt kurz nach 15:30 Uhr, der Höhenmesser klettert endlich einmal wieder über 2100 m, wir fliegen los. Ein Gleitschirm winkt zu uns aus sicherlich nochmal 300 m mehr Höhe herunter. Das Leben ist schön.
Sechs Minuten später werden wir schon wieder zu Atheisten. Oder vielmehr sind wir sicher, dass das uns überwachende höhere Wesen einen seltsamen Sinn für Humor besitzen muss. Wir finden uns querab der Kontrollzone vom Flugplatz Les Eplatures in 1600 m wieder; die Höhe klingt beruhigend, leider bedeutet das bedeutet hier nur ca. 300 m über Grund. Wir kämpfen, fliegen zurück, kreisen im Nullschieber, nur nicht landen, drei Flieger, ein Hänger, gar nicht daran denken.
Vom Gleitschirm überholt
Dann passiert das Undenkbare. Meine Mitflieger haben mich gebeten, von dieser peinlichen Episode nicht zu berichten. Es ist mir auch in meiner über 40-jährigen Streckenflugkarriere noch nicht passiert: Wir werden von eben dem Gleitschirm, welchen wir am Chasseral getroffen hatten, in stolzer Höhe überflogen. Im Streckenflug, überland. Bitte erzählt das niemandem weiter, wir können uns auf keinem Segelflugplatz mehr blicken lassen. Aber kurz darauf geht endlich auch unsere Thermik wieder Richtung Decke. Wir steigen auf 2250 m! Und, für uns etwas beruhigend, fünf Kilometer weiter sehen wir den Kameraden mit den Stoffflügeln im Tal landen. Ausgleichende Gerechtigkeit. Wir fliegen, er läuft. Nur um das mal festzuhalten. 
Die Optionen sind begrenzt
Gegen 17:00 Uhr sind wir querab Genf, wir entscheiden ,Richtung Oyonnax zu fliegen, um einen sicheren Flugplatz in Reichweite zu haben. Leider bekommen wir viel Zeit, diesen schönen Aerodrome (wir sind in Frankreich) länger zu betrachten, denn 45 Minuten später sind wir immer noch dort im Platzbereich. Es will nicht mehr über 1500 m MSL gehen und die Optionen sind damit begrenzt. Obwohl ich aufgrund eines früheren Wandersegelfluges weiß, dass der Flugplatz Bellegarde keine Schleppmaschine hat und damals sogar abgeschlossen war, entscheiden wir uns für einen Weiterflug in diese Richtung…. 

Wer den ganzen Artikel lesen will: hier gehts zur neuen Ausgabe Januar-Februar 2023

Late Night Soaring 

Das Portfolio der Late Night Soaring Themen erweitert sich um ein weiteres Kapitel, nämlich dem Thema Technik und Sicherheit, ein wichtiges Thema im Segelflug. In dieser LNS Folge wird erklärt, worauf es bei Entwicklung und Tests der Rumpfstruktur von Segelflugzeugen ankommt.

Also alle wieder einschalten, wenn es am Donnerstag, 15.12. wieder live heißt: „es ist Donnerstag, 20 Uhr 30 Minuten, servus beinand, hier ist Königsdorf

Late Night Soaring – Der Streckenflug-Stammtisch

Segelflieger unterhalten sich mit Gleitschirmfliegern

Sicherlich hat sich jeder Segelflieger schon einmal über einen Gleitschirmpiloten geärgert und umgekehrt ergeht es unseren Gleitschirmkollegen sicherlich nicht anders. Vieles beruht vermutlich auf der Unwissenheit der einen Fliegerspezies über das was die anderen tun oder auch nicht tun oder können bzw. nicht können. Das Late Night Soaring Team versucht mit der nächsten Folge am Donnerstag, 1.12., wie immer live um 20:30h, mit diesem Unwissen über das was die anderen machen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Als Gleitschirmpiloten konnten für diese Folge Bundesligapilot Jakob Karpfinger, sowie Chrigel Maurer, mehrfacher Sieger der Red Bull X-Alps gewonnen werden. Allen Segelfliegern, die am deutschen Segelfliegertag 2019 in Freudenstadt waren, wird sicherlich noch der Festvortrag von Chirgel Maurer in bester Erinnerung sein.

Alle live Zuschauer können natürlich im Chat auch wieder Fragen an die beiden stellen.

Mit dieser Folge startet das Late Night Soaring Team eine lockere Serie „Late Night Soaring around the world“. 

Mit dieser Folge startet das Late Night Soaring Team eine lockere Serie „Late Night Soaring around the world“. Es gibt weltweit so viele interessante Regionen, an denen Segelflug betrieben wird, über die es sich lohnt mehr zu erfahren, als sich nur die Flugstrecken und Kilometer im Internet anzuschauen. Nachdem es mit Worcester in Südafrika bereits im Frühjahr 2021 eine Folge über ein Fluggebiet außerhalb von Europa gab, geht es diesmal in die Rocky Mountains nach Colorado. Der Österreicher Clemens Ceipek ist seit vielen Jahren nicht nur fliegerisch in Boulder beheimatet. Neben fantastischen Bilder wird er über das erste FAI 1000er, sowie die dortigen Wellenflug Möglichkeiten berichten, er wird auf auf die Besonderheiten des Fluggebietes eingehen, sowie einen besonderen Wettbewerb, die 14er challenge vorstellen, bei dem es darum geht alle 14000er in Colorado mit dem Segelflugzeug zu überfliegen, und davon gibt es in den Rockies eine ganze Menge… Für diejenigen, die Blut geleckt haben werden, gibt es Tipps, wie und wo man als Gast dort Segelfliegen kann. Die live Zuschauer haben natürlich im Chat wieder die Möglichkeit Fragen zu stellen. Also seid wieder alle dabei, wenn es am 17.11. wieder heißt: „Es ist Donnerstag 20 Uhr, dreißig Minuten, hier ist Königsdorf…“

Jetzt lesen: segelfliegen Ausgabe November/Dezember!

segelfliegen magazin 06-22 hat wieder viele tolle Beiträge für Sie im Gepäck: Bernhard Eckey ist für uns die neue AS 34 Me geflogen, David Richter-Trummer erklärt den Einstieg in die Wellenfliegerei, Weltmeisterin Cornelia Schaich lässt die Frauen WM in England Revue passieren, Klaus Fey berichtet von der VGC in Slowenien, Holger Weitzel verrät, wie man geschickt die Sensorbox für die anemoi-Windanzeige einbaut und Johannes Kirstein gibt eine detaillierte Anleitung zum Selberbauen des Instrumentenbretts. Auch die Themen Meteorologie und Sicherheit kommen nicht zu kurz, wir stellen eine neue Kunstflug-Formation vor und für unsere Italien-Fans den Avioportolano. Wer das Winterfluggebiet Rheintal erkunden möchte, der kann jetzt schon einmal ein wenig in den Bericht von Matthias Arnold „reinschnuppern“:

Mit dem Herbst kommt bekanntlich auch der Wind. An vielen Stellen in Deutschland lässt sich dieser auch in der thermikarmen Wintersaison für das Segelfliegen nutzen. Bei genauer Betrachtung gibt es an vielen Flugplätzen Berge oder kleine Hügel, die sich bei passendem Wind zumindest für einen längeren Flug in Platznähe eignen. Mit meinem Heimatflugplatz Weinheim befinde ich mich in einem der etablierteren Winterfluggebiete, in dem wir das Privileg genießen, das komplette Jahr fliegerisch nutzen zu können. In dieser und der nächsten Ausgabe des segelfliegen magazins möchte ich auf die Besonderheiten meiner Heimatregion eingehen.  

Als vor rund 45 Millionen Jahren der Rheingraben entstand, ahnte wohl noch niemand, welch ausgezeichnete Segelflugeigenschaften er später haben würde. Zwischen Frankfurt im Norden und Basel im Süden erstreckt sich der knapp 300 Kilometer lange Graben. Im südlichen Bereich wird er im Westen von den Vogesen und im Osten vom Schwarzwald abgegrenzt. Im Norden schließen sich der Pfälzerwald und der Odenwald an die weitläufig ebenen Flächen an. Genau diese Kombination aus Flachland und zusammenhängenden Hügelketten an dessen Rand stellt die Grundlage für das tolle Winterfluggebiet dar. Neben den topographischen Gegebenheiten genießen wir insbesondere im nördlichen Bereich eine recht gute Luftraumsituation. Schiebt sich nun ein Tiefdruckgebiet vom Atlantik kommend über England nach Osten über Norddeutschland, so lohnt es sich, die Wetterkarten genauer zu analysieren. Als eine sehr nützliche Informationsquelle hat sich dabei die kostenfreie Wettervorhersage von www.windfinder.com etabliert. Diese eignet sich, um langfristige Wetterprognosen schon viele Tage im Voraus zu beobachten. Leider bringt ein Tiefdruckgebiet naturgemäß eine feuchte Luftmasse mit sich, die zudem labil ist. Deswegen nutze ich nach einer oberflächlichen Bewertung potenzieller Flugwetterlagen über „windfinder“ in den letzten zwei bis drei Tagen vor dem Ereignistag die Konvektionskarten vom DWD sowie die schön aufbereiteten Karten von Topmeteo. Erfahrungsbedingt möchte ich an dieser Stelle aber erwähnen, dass eine gewisse Unsicherheit bezüglich der zu erwartenden Schauer bei fast jedem Westwindtag bis kurz vor dem Start bleibt. Schon oft mussten wir geplante Flüge am Morgen canceln, weil die Regentätigkeit doch stärker war als vermutet und erhofft. Aber das gehört zum Segelfliegen, insbesondere im Winter, eben dazu. Als eine bewährte Taktik, um möglichst wenig Fehltreffer zu landen, hat sich das ständige Arbeiten mit den Wetterkarten herauskristallisiert. Selbst an einem Tag, an dem man durch Termine gar keine Zeit zum Fliegen hätte, kann man sich dennoch aus den Prognosen eine Erwartung an den Wetterablauf gestalten, diese Erwartung aus dem Bürofenster heraus beobachten und daraus Rückschlüsse auf die eigene Interpretation der Wettermodelle ziehen. 

Nehmen wir nun aber an, dass sich ein toller Hangtag angekündigt hat. In den Prognosen von windfinder.com zeigt sich ein Wind aus West mit rund 15 Knoten, was für die Bergstraße optimal ist. Die Konvektionskarten zeigen keine Schauer, und auch das Radarbild am Morgen lässt keinen Zweifel an einem schönen Flugtag aufkommen. Es lohnt sich sicherlich, ein wenig mehr Zeit für die Vorbereitung der Flieger einzuplanen, denn die Abläufe sind nicht so routiniert wie im Sommer, und durch die anfallenden Winterarbeiten ist vielleicht nicht alles an dem Ort, an dem man es vermutet. Beim Aufrüsten der Flugzeuge schauen wir dann oft etwas enttäuscht an den Windsack. Der hängt recht schlaff in der Gegend herum und zeigt zudem eine viel zu große Südkomponente, obwohl die recht tiefen Wolken direkt aus Westen herziehen. Kein Grund zur Sorge! Oft beginnt ein Hangtag in unserer Region genau so. Es bedarf lediglich wenig Einstrahlung, um die tieferen Luftschichten mit den höher gelegenen zu durchmischen (…). Den gesamten Artikel finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe November/Dezember

Late Night Soaring

Mit dem Flug des Monats Septembers geht auch die zweite Staffel Flug des Monats von Late Night Soaring zu Ende. Wer hätte zu Beginn, während des lockdowns im Frühjahr 2021 gedacht, was aus dieser anfangs nur als Königsdorfer und Unterwössener internen Weiterbildungsmassnahme gedachten Geschichte einmal werden wird und es mittlerweile Folgen mit mehr als 12.000 Klicks geben wird!? Am kommenden Donnerstag, den 06.10. wird der insgesamt 15. Flug des Monats Gewinner gekürt, bevor es ab November dann in die dritte Staffel Late Night Soaring mit gebietsspezifischen Themen gehen wird. Wer aber nun der Gewinner des Flug des Monats September wird, wird natürlich noch nicht verraten, einfach war die Auswahl für das Late Night Soarig Team auch diesmal nicht. Also seid alle wieder dabei, wenn es heisst: „Es ist Donnerstag Abend, 20 Uhr und 30 Minuten…“

https://www.youtube.com/channel/UCTGeJxLmkAUI_GFLZ3IWdbA

Heimkehrhilfe LS4-JET ist zulassungsfähig

Der deutsche Hersteller M+D Flugzeugbau mit Sitz im norddeutschen Friedeburg hat jetzt die letzten notwendigen Testflüge für die EASA Zulassung seines Jet-Triebwerks MD-TJ 42 als Heimkehrhilfe für alle Baumuster des Segelflugzeugs LS4 erfolgreich absolviert. Die Umrüstung auf LS4-JET kann direkt beim Hersteller M+D Flugzeugbau in Friedeburg (D) erfolgen. Alternativ wird ein Kit zur Umrüstung durch einen zertifizierten Betrieb vor Ort beim Kunden angeboten. Der LS4-JET kann ab sofort geordert werden. Erste Kundenbestellungen liegen bereits vor. Der Preis für den Umbau des angelieferten LS4 zum LS4-JET beginnt bei rund 27.000 Euro (netto zzgl. der jeweiligen länderspezifischen Umsatzsteuer). Mehr unter:

Late Night Soaring

Schon wieder ist ein Monat rum und so langsam neigt sich die 2022er Streckenflugsaison dem Ende entgegen. Aber auch der August hat noch einmal jede Menge überaus interessante Flüge hervorgebracht, mit einer wahren Flut von 1000er und sogar 1100er Strecken aus Deutschland und Holland, wie es sie wohl in der Häufung in einem August noch nie gegeben hat und das teilweise sogar mit alten Rennklasse Fliegern aus den 80er Jahren… Dann natürlich typischerweise für die Jahreszeit jede Menge große Strecken in Südfrankreich und Spanien, auch hier wurde nicht nur die 1000er Marke mehrfach geknackt, da gab es sogar welche jenseits der 1200er Marke. Mit einem Grunau Baby und einem Index von 54!!! wurde die 100km Marke geknackt. Wie jeden Monat hatte das Late Night Soaring Team wieder die Qual der Wahl, welcher denn nur der Flug des Monats August wird. Welcher der oben genannten Flüge, oder ob es ein ganz anderer geworden ist, erfahrt Ihr ab dem 08.09. unter 

https://www.youtube.com/channel/UCTGeJxLmkAUI_GFLZ3IWdbA/videos

Bitterwasser bestellt PV-Anlage und
reduziert seinen CO2 Fußabdruck

Namibia bezieht seinen Strom im Wesentlichen aus Südafrika. Dort sind hauptsächlich Steinkohlekraftwerke in Betrieb, da Südafrika Steinkohle im Tagebau gewinnen kann. Nun sind die Abgase der südafrikanischen Steinkohle Kraftwerke nicht so gut gereinigt wie in Deutschland. Deshalb ist es wichtig auf diesen Strom zu verzichten. Bitterwasser hat nun zwei große Photovoltaik Anlagen bestellt. Eine Anlage 57 kWp für die Lodge und eine Anlage 25 kWp für das angrenzende Dorf.Bei so viel Sonne wie in Namibia, wo soll sich denn dann sonst Photovoltaik lohnen.

Jetzt die Ausgabe September-Oktober lesen!

Mit wie immer zahlreichen spannend und informativen Beiträgen rund um den „geilsten Sport der Welt“. Zum Beispiel zum Thema Wellenfliegen. David Richter-Trummer erklärt in diesem ersten Teil die Theorie:

Lautlos steht der Segler im Raum, nicht der Hauch einer Turbulenz kommt von außen. Obwohl unten ein Sturm die Bäume peitscht und der Wind bis zu unserer Höhe noch zunimmt schneiden die Flügel durch absolut ruhige Luft wie Öl. Dennoch verhält das Vario wie festgeklebt im positiven Bereich und das Gebirge voraus versinkt gleichmäßig in sich selbst. Dabei steht der Segler praktisch ortsfest in der Strömung. Es ist ein surreales Erlebnis. Klar kann man verstehen und erklären, was da gerade passiert, doch der gesamte Körper bleibt angespannt, skeptisch und misstrauisch – „das kann doch alles nicht wahr sein“ – will er mir sagen. Alleine schon weil es so anders ist, als was wir üblicherweise im Segelflugzeug erleben fasziniert und bereichert uns Wellenfliegen so sehr.

Die weitesten, schnellsten und höchsten Flüge werden nicht in Thermik, Hangwind oder Konvergenz – Systemen, sondern in Wellen Erflogen. Auch wenn diese Rekord – Strecken nicht bei uns in Europa gelingen, weil schlicht die Topografie in Verbindung mit den klimatischen Bedingungen hierfür nicht genug hergibt, so bleibt die Wellenfliegerei dennoch auch bei uns in Mitteleuropa eine faszinierende und spannende Sache.

Weil in keiner anderen Art der Segelfliegerei annähernd vergleichbare Höhen erreicht werden, die nutzbare Saison erheblich erweitert werden kann, und Wellenfliegen so erfrischend anders ist als Thermik oder Hangwind, fasziniert und bereichert jeder Wellenflug aufs neue. Um nun aber Wellenfliegen zu können sind drei Grundvoraussetzungen nötig. Denn Wellen entstehen nun mal nur, wenn die Topographie, das Windprofil und die Stabilität der Luftmasse zusammen passen.

In der Meteorologie unterscheidet man verschiedenste Arten von Wellen. Die für uns interessante Gattung bezeichnet der Fachmann als Gravitations- oder Schwerewellen. Das ist sehr sprechend, weil sie den Grundcharakter von „Wellen“ verdeutlicht. Denn die „schwere“ der Luftmasse selbst führt nach einer raschen vertikalen Auslenkung erst zur Bildung dieses für uns so beliebten atmosphärischen Phänomene. Wie wir alle wissen bewegt sich ein in der Atmosphäre Vertikal ausgelenktes, trockenes Luftpaket entlang einer Trockenadiabate. Es kann daher thermisch nur weiter steigen, wenn die Umgebungsluft labil genug geschichtet ist. Eine Stabile Schichtung (z. B. eine Inversion) erzeugt sehr rasch eine rücktreibende Kraft, die ein weiteres Steigen hemmt. Der Clou bei dem Verständnis von Gravitationswellen ist nun, das ein vertikal ausgelenktes kleines Luftpaket in Stabiler Schichtung nicht nur bei seiner Aufwärts Bewegung gehemmt wird, sondern auch wenn es nach unten ausgelenkt wird, wieder in seine Ausgangslage zurückkehren will (…) Den ganzen Artikel finden Sie in der neuen Ausgabe von segelfliegen

Musterzulassung für Ventus-3F und Ventus-3TP

Segelflugzeuge des Typs V3F und V3TP sind von nun an EASA-zertifiziert.

Der Ventus-3TP mit Turbo-Heimweghilfe und der Ventus-3F mit FES Elektro-Heimweghilfe sind jetzt zugelassen. Der Ventus-3TP sowohl in der 18m- als auch in der 15m-Version. Der Ventus-3F in der 18m-Version hat derzeit noch die temporäre Zulassung, die 15m-Version kommt demnächst.

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