„Deutscher Segelflugverband“: BuKo Segelflug will eigenständig werden!

Mit einem gewagten Vorstoß wandte sich vor wenigen Tagen der Vorstand der Bundeskommission (BuKo) Segelflug im DAeC an die Präsidenten und Segelflugreferenten der Landesverbände: Mit der Gründung des „Deutschen Segelflugverbandes“ unter dem Dach des DAeC soll erreicht werden, dass die von den deutschen Segelfliegern aufgebrachten Beiträge tatsächlich auch dem Segelflugsport zugute kommen und nicht wie bislang zu einem großen Teil als finanzielle Stütze des Dachverbandes verwendet werden.

In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Seit der Neugründung des Deutschen Aero Club sind die Segelflieger/innen in ihren Sportfachgruppen die finanzielle und inhaltliche Hauptstütze des Verbandes. Ursprünglich, weil sie mit Abstand die größte Gruppe darstellten, letztlich kontinuierlich, weil sie bereit waren und sind, die gemeinsame Sache mit ausreichend finanziellen Mitteln zu unterstützen. Auch nach der Verabschiedung der neuen Satzung wurden zur Sicherstellung des Überganges von den Segelflieger/innen diese Verpflichtungen ohne Einschränkung getragen. Leider müssen wir nun nach sechs Jahren erkennen, dass die BuKo Segelflug damit fast alleine dasteht. Einige BuKos/Monoverbände bringen sich teilweise nur in den Basishaushalt ein und halten eine Beteiligung an den über den Fachhaushalt finanzierten zentralen Aufgaben Jugend, Umwelt, Luftraum, Technik und Verbandsführung aufgrund ihrer eigenen Organisationsform nicht für notwendig oder stellen dafür nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung.“

Nicht nur finanziell, auch inhaltlich sei die Sportfachgruppe Segelflug in vielen Bereichen führend, so dass auf die wenigen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter eine enorme Arbeitsbelastung entfalle: „Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass im Bereich Lizenzwesen, Air Training Organisation und Maintenance die Hauptlast von den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern der BuKo Segelflug getragen wurde und wird. Das Ungleichgewicht bei der Finanzierung, Aufgabenwahrnehmung und Leistungsinanspruchnahme durch die BuKos ist – auch für den DAeC – nicht mehr durchhaltbar und zwingt zur Weiterentwicklung. Die in den Vereinen und über die Landesverbände organisierten Segelflieger/innen haben Anspruch darauf, dass die von ihnen erbrachten finanziellen Beitragsleistungen für den Segelflugsport in all seinen Ausprägungen tatsächlich verwandt werden.“

Mit der Gründung eines neuen Verbands wäre der Segelflug als Mono-Luftsportverband unter dem Dach des DAeC mit den Gleitschirmfliegern, Ballönern und Fallschirmspringern gleichgestellt, könnte seine Mittel aber eigenständig verwalten und für den Segelflug einsetzen.

Auf der Mitgliedsversammlung am Segelfliegertag in Freudenstadt soll das Konzept den Delegierten der Verbände vorgestellt werden.

 

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