Unsere aktuelle Ausgabe 03-2026 wartet auf Sie!

Lernen wir nichts dazu? Warum starten wir mit einem ernsten Thema: weil die Unfallursachen seit Jahren dieselben sind, weil Sicherheit im Segelflug das A und O ist und weil es durchaus Lösungen gibt, die helfen können, Unfälle zu vermeinden, Unfälle wie den Absturz im Landeanflug oder jenen beim 13. FAI-Segelflug-Grand-Prix in Varese. Safety first – daran hat sich nichts geändert, das gilt auch für das sichere Üben einer Startunterbrechung. Aber dann geht es rein ins Flugvergnügen: Welche Flugwege gibt es in der Nordwelle über den Alpen, was können wir von Meistern lernen, denn Weltklassepiloten machen Vieles richtig, wie entdeckt man auf Badge-Jagd im Osten viel Neues, wie fühlt es sich an, wenn ein Jahr Flügel bekommt oder wie sinnvoll es ist, wenn man bei Wetterstress flexibel bleibt. Hilfreich ist es auf jeden Fall, tragende Linien effektiv zu nutzen und im Cockpit da zu sein, wenn’s zählt. Dass man Segelfliegen auch zu einem 12-Stunden-Hobby jeden Tag machen kann, zeigt die Geschichte von Jaroslav Potmesil und HPH. Und dass dieses Hobby nicht altert beweist der Kranich III, der nicht im Museum stehen, sondern fliegen will. Engagement braucht es allemal, ein Beispiel ist die Truppe, die die Kleinanzeigenplattform segelflug.de wieder zum Laufen gebracht hat; ein Beispiel sind auch jene, die um Sinne von good airmenship unserem Luftwanderer unter die Arme beziehungsweise Flügel gegriffen haben. Noch mehr Engagement? Klar doch: unsere Kolumnistin ist voll davon – bei jedem Wetter!

Viel Spaß bei der Lektüre: hier geht’s zur aktuellen Ausgabe!

Gespannt auf den Inhalt? Dann werfen Sie hier einen Blick hinein:

Segelflugpiloten sprechen oft vom perfekten Tag – wenn der Himmel kräftige Aufwinde verspricht und lange Streckenflüge möglich scheinen.

In dieser Serie haben wir bisher verschiedene Aspekte betrachtet, die zu großartigen Segelflugtagen beitragen – von der Einschätzung der Wetterlage bis hin zu den Grundlagen, um in der Luft gute Entscheidungen treffen zu können. Doch ein Großteil dieses Wissens beruht auf praktischer Erfahrung: durch stundenlanges Beobachten des Himmels, durch die Entscheidungen, die wir während des Fluges treffen, und durch das, was wir aus Erfolgen und Fehlern lernen. Aber was macht einen Tag wirklich besonders? Und was machen hochkarätige Piloten anders, um vielversprechendes Wetter optimal zu nutzen und außergewöhnliche Flüge zu erzielen?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, habe ich mit drei Weltklassepiloten aus verschiedenen Teilen der Welt gesprochen. Jeder von ihnen hat seine eigenen Strategien und Perspektiven entwickelt, wie sie großartige Streckenflüge planen und fliegen.

Im letzten Abschnitt dieser Serie erzählen sie von ihren atemberaubendsten Flügen und den Lektionen, die sie nach tausenden Flugstunden gelernt haben. Ihre Erfahrungen zeigen, wie Weltklassepiloten Chancen erkennen, mit Unsicherheit umgehen und das Beste aus den gegebenen Bedingungen herausholen.

Zuerst lernen wir Terry Delore kennen, einen Piloten mit über 14.000 Stunden Segelflug-Erfahrung. Nicht nur flog er in seiner Heimat Neuseeland, sondern auch in Australien, den USA, Großbritannien, Frankreich, Österreich, Italien, Argentinien, Chile, Südafrika und Namibia. Für ihn bedeutet ein großartiger Tag: „die Extreme des Tages auszunutzen, vom ersten bis zum letzten Aufwind“, sich den schwierigsten Situationen zu stellen oder mit Freunden neue Fluggebiete zu erkunden.

Am meisten in Erinnerung geblieben ist ihm sein Flug über die ganze Länge Neuseelands, von Bluff bis Cape Reinga. Allein die Vorbereitung dauerte etwa 20 Jahre, und er musste auf sein gesamtes Wissen zurückgreifen. „Im Rückblick war der Schwierigkeitsgrad enorm“, sagte er. Terry wählte diesen Flug, weil nicht jeder ihn durchführen konnte und weil er das größte Potenzial hatte, die Öffentlichkeit für den Segelflugsport zu begeistern und die Fantasie der Menschen dafür zu wecken, worum es beim Segelfliegen geht.

Norbert Alin Scarlat hat im Alter von 15 Jahren in Rumänien mit dem Segelfliegen begonnen und ist inzwischen über 4.400 Stunden in Europa und Neuseeland geflogen. Nach intensiven Wettbewerbserfahrungen bevorzugt er nun lange Streckenflüge. Ein großartiger Segelflugtag ist für ihn einer, der alle Arten von Aufwinden kombiniert – Thermik, Welle, Konvergenz und Hangaufwind. „Ich finde solche Tage interessant und manchmal herausfordernd, weil ich mich vom Flug in großen auf niedrige Höhen und wieder zurück umstellen muss.“

Der Versuch, 2023 einen zuvor deklarierten 2.000‑km-Task mit drei Wendepunkten von Omarama aus gemeinsam mit Justin Wills mit einem Duo Discus zu fliegen, wurde zu Norberts unvergesslichstem Flug. Es war „einer der schwierigsten Wellentage, die ich je in Neuseeland erlebt habe – blaue Welle und extreme Hitze selbst in großer Höhe.“ Sie kehrten 80 km vor dem letzten Wendepunkt um, als der Tag schwächer wurde. „Am Ende war es die richtige Entscheidung, sonst hätte das Rückholen sehr lange gedauert.”

Und Robin Smit, ein niederländischer Nachwuchspilot mit fast 3.000 Stunden Flugerfahrung. Er flog in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Frankreich, Tschechien, Ungarn, Großbritannien, Litauen, Australien und Neuseeland. „Mein Lieblingsort zum Fliegen ist mit Abstand Neuseeland. Ich hatte das Glück, dort eine Saison zu verbringen, und habe in dieser Zeit so viel gelernt wie nie zuvor.“ Für Robin ist ein perfekter Segelflugtag einer, den man schon Tage im Voraus kommen sieht – früh am Flugplatz sein, die schwache Morgenthermik zu nutzen, während des besten Teils des Tages mit maximaler Geschwindigkeit vorzufliegen, sich danach an die schwächeren Bedingungen am Abend anzupassen und den Tag schließlich bei einem Bier mit Freunden ausklingen zu lassen.
Sein einprägsamster Flug war sein erster Tagessieg bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Narromine, Australien. Für das 600-km-Dreieck hatten sie „hervorragendes Wetter mit schönen Cu-Wolken, hohen Basen und starken Aufwinden“. Er und sein Teamkollege beendeten den Flug in unter vier Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 158 km/h. „Als ich landete, dachte ich zuerst: DAS IST NICHT MÖGLICH!“

Welche Strategien und Hilfsmittel nutzen diese Segelflug-Asse, um einen guten Tag zu erkennen und zu planen?

Lesen Sie den Artikel in der akutellen Ausgabe!

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