Neue LuftVO in Kraft

Am 06. November ist die neue Luftverkehrsordnung (LuftVO) in Kraft getreten. Sie greift alle wichtigen neuen Luftverkehrsvorschriften auf, die in der EU-Verordnung 923/2012 (SERA) geregelt sind und bereits seit gut einem Jahr gelten, da EU-Recht über nationalem Recht steht. Die daraus resultierenden Widersprüche, beispielsweise bei der Defintion der „Nacht“ oder der Mindest-Überlandflughöhe, sind nun ausgeräumt. Die neue LuftVO hat die europäische Definition der Nacht übernommen, was Segelfliegern die Möglichkeit eröffnet, ohne Positionslampen etwas länger fliegen zu dürfen. Die Mindesthöhe für Überlandflüge von 2000 Fuß, bislang eine nationale Regelung, wurde gestrichen.

Darüber hinaus verweist die LuftVO überwiegend auf die Regelungen der SERA-Verordnung. Somit sind künftig beide Dokumente parallel relevant.

Neue LuftVO, gültig ab 06.11.2015

SERA (EU-VO 923/2012) und die entsprechenden NfL

Österreich: Luftraum-Neustrukturierung fixiert.

AustroControl_Luftraum… Es fand ein eilig einberufenes Gespräch zwischen den Verhandlungspartnern statt, um noch einen Kompromiss zustande zu bringen. „Vor allem der Flugsport sah sich in den bisherigen Entwürfen übergangen. Es kann in bestimmten Regionen zwar noch immer zu Einschränkungen besonders für Paragleiter kommen, was wir auch weiterhin kritisch sehen. Aber wir haben ein laufendes Monitoring ab März 2015 und eine grundlegende Evaluierung nach einem Jahr durchgesetzt, um nicht nur der kommerziellen Luftfahrt, sondern auch dem Flugsport Rechnung zu tragen“, so der ÖVP-Verkehrssprecher nach der letzten Verhandlungsrunde. Nach fast zwei Jahren und unzähligen Gesprächen musste man nun dringend zu einem Abschluss gelangen. Immer wieder gab es Befürchtungen, dass die Verschiebung des Luftraums für Verkehrsflugzeuge in geringere Höhen zu verstärkter Lärmbelastung führt. Ottenschläger setzt hierzu auf verstärkte Aufklärung durch die Verantwortlichen: „Ich habe in den Gesprächen darauf gedrängt, dass betroffene Regionen, Gemeinden und Tourismusverbände vom BMVIT und der Austro Control umfassend informiert werden. Für die neuralgischen Punkte rund um Graz und Klagenfurt sollen großzügige Lösungen gefunden werden.“ Wie der Minister im Verkehrsausschuss mitteilte, ist auch die nicht praktikable Pflicht zur Mitführung von schweren Transpondern für Paragleiter und Segler gefallen. „Ich hoffe, dass die betroffenen Flugsportler mit dem Kompromiss leben und ihren schönen Sport weiterhin möglichst uneingeschränkt ausführen können“, so der ÖVP-Verkehrssprecher abschließend.

Österreichische Luftraum-Anpassungen in den Medien.

Luftraum_Austria_MedienSERA, die geplante Harmonisierung des Europäischen Luftraumes und insbesondere die österreichische Variante davon sorgt auch in den Medien landesweit für Echo:
ORF / heute konkret.
ORF / Politik live (1).
ORF / Politik live (2).
Kleine Zeitung: Kampf um Platz in der Luft.
Kleine Zeitung: Piloten zittern um ihren Luftraum.
nachrichten.at / Den Hobby-Piloten wird mehr verboten.
kurier.at / (EU)-Mahnungen wegen Luftraum / kaum Fortschritte.
kurier.at / Freizeitflieger fürchten um ihren Luftraum.

 

Luftraum-Änderungen in Österreich im Rahmen von SERA.

SERA_AustriaÖsterreich plant für das Jahr 2015 im Rahmen der Harmonisierung des europäischen Luftraumes (SERA / Standardised European Rules of the Air) eine Vielzahl von Luftraum-Anpassungen. Der Österreichische Aero-Club hat zu den geplanten Änderungen von Wien bis Vorarlberg ein umfangreiches Informationsblatt (19 Seiten!) zusammengestellt, das Sie hier herunterladen und als PDF ausdrucken können. Die neu geplanten Luftraumanpassungen wirken für die Bewegungsfreizeit der Segelflieger teilweise stark einschränkend.

Gleichzeitig stellt der ÖAeC einen Entwurf für eMails an die zuständigen Behördenvertreter online zur Verfügung, das Sie als betroffener Luftsportler ebenfalls hier downloaden können und in Ihrem eMail-Programm persönlich an verschiedene zuständige Amtsträger senden können.