Segelflieger vor dem Rückzug aus Neuhausen

Neuhausen_Cottbus_SegelfliegerDer traditionsreiche Segelflugstandort Neuhausen ist offenbar bald Geschichte. Der dort bislang beheimatete Luftsportverein (LSV) hat sich mit der Flugplatzgesellschaft nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen können. Der Ausgangspunkt dieser Entwicklung reicht bereits einige Jahre zurück. Im Dezember 2010 überraschte die Flugplatzgesellschaft (FPG) den Verein mit einem Nachtrag zum bis zum Jahr 2025 laufenden Vertrag. Demnach sollte der Verein künftig jährlich 40 000 Euro an Pacht bezahlen. Bis dahin entrichteten die Luftsportler jährlich etwa 3000 Euro. Der LSV widersprach dem Nachtrag und akzeptierte auch nicht die danach ausgesprochene fristlose Kündigung. Die Flugplatzgesellschaft zog vors Landgericht. Dieses wies die Klage in weiten Teilen ab. Die Gesellschaft hat Rechtsmittel eingelegt und setzt nun auf die Berufung. „Wir standen vor der Entscheidung, den Flugplatz zu erwerben oder abzuwickeln“, sagt Torsten Schwieg, Chef der Flugplatzgesellschaft und Leiter der Haupt- und Finanzverwaltung. Im Jahr 2009 erwarb die Gemeinde Neuhausen deshalb 80 Prozent der Gesellschafteranteile der Flugplatzbetriebsgesellschaft von den Cottbuser Stadtwerken. Sie wurde damit alleiniger Eigentümer. Mit dem Ausstieg der Stadtwerke seien die jährlichen Zuschüsse der Stadt Cottbus in Höhe von rund 130 000 Euro weggefallen, so Schwieg. Dieses Loch im Etat musste kompensiert werden. Deshalb seien auch die Pachtsätze erhöht worden. Mehr im Bericht der Lausitzer Rundschau.

Schreibe einen Kommentar